Kletter-AG des Regino-Gymnasiums und EuWeCo klettern gemeinsam

Gemeinsame Klettererfahrung in Weinsheim

Teilnehmer der Kletter-AG an der Kletterwand der EuWeCo

Weinsheim, 23. Mai 2017. Beim gemeinsamen Klettern zeigen Schüler des Regino-Gymnasiums Prüm und Mitarbeit der EuWeCo in Weinsheim ihr Können.

In fünf Metern Höhe gemeinsam Kletterrouten schrauben, gesichert durch einen Partner am Fuß der Kletterwand. Sicherlich ein kleiner, aber nicht der einzige Höhepunkt der Kletter-AG, die seit etwa einem Jahr in der neuen Sporthalle der EuWeCo in Weinsheim stattfindet. Die anerkannte Werkstatt für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung hat mit der Installation einer Kletterwand in den Räumen der Sport- und Physiohalle bereits vor geraumer Zeit einen neuen Weg eingeschlagen. Erlebnispädagogische Inhalte kommen in einem speziell entwickelten begleitenden Angebot den Mitarbeitern der Werkstatt zugute.

Die Kletter-AG des Regino-Gymnasiums klettert gemeinsam mit Mitarbeitern der EuWeCo. Gemeinsam lernen, wie man einen Klettergurt richtig anlegt, wie man sich richtig in das Sicherungsseil einbindet und die Durchführung des Partnerchecks sind Inhalte, bei denen beide Gruppen voneinander lernen - ein Hauptziel der Inklusions-AG. Spielerische Inhalte kommen beim Bouldern nicht zu kurz, wenn es darum geht, auf einer Höhe von bis zu drei Metern verschiedenste Aufgaben beim Klettern zu lösen. Schnell sind Lernfortschritte bei den Teilnehmern erkennbar und so sind mittlerweile auch recht schwierige Routen in die Wand geschraubt, die gemeinsam durchstiegen werden. Und wenn man eine Route mal nicht schafft … Keine Gefahr, gesichert durch einen Klettergurt und ein Sicherungsgerät steht unten der Partner der Seilschaft und bringt die Kletternden sicher wieder auf den Boden.

Neben dem sportlichen Anspruch beinhaltet das Klettern viele pädagogisch wertvolle Aspekte. Der Klettersport an sich enthält schon Erfahrungsaspekte wie Vertrauen, Verantwortung und das Erlernen des Umgangs mit den eigenen mentalen und physischen Grenzen. Darüber hinaus fördert der Sport den kognitiven Bereich. Immer wieder stehen die Teilnehmer beim Klettern vor der Herausforderung, wie sie den nächsten Griff oder Tritt erreichen. Hierzu müssen Problemlösungsstrategien entwickelt und Handlungsmöglichkeiten erprobt werden.

Klettern ist ein Partnersport. Im sozialen Bereich lernen die Teilnehmer, Verantwortung für die Sicherheit anderer zu übernehmen und fördern damit die Eigenverantwortlichkeit. Klettern ist eine tolle Möglichkeit, Sport miteinander erleben zu können. Ziel der Kletter-AG wird es sein, nicht nur die Idee der Inklusion weiter umzusetzen, sondern den Teilnehmern auch den Erwerb des Toprope-Scheins zu ermöglichen.

(Text und Bild: Elisabeth Weis, Oliver Götz)