Euvea Hotel wegen Sanierung geschlossen

Neuerburg, 21. September. Traurige Nachrichten aus dem euvea Freizeit- und Tagungshotel in Neuerburg. Wie sich nach einigen Gutachten nach dem Hochwasser von Juli nun herausstellte, sind die Schäden im Hotel leider doch größer als im Vorfeld angenommen. Eine baldige Sanierung des Gebäudes ist daher unumgänglich. Die Bauzeit ist auf sechs Monate angesetzt. Aus diesem Grund muss das komplette Hotel ab dem 04. Oktober 2021 bis voraussichtlich März 2022 schließen.

Am Mittwoch, 14. Juli, wurde Neuerburg, ebenso wie viele andere Orte in der Großregion, von einem Hochwasser in bisher unbekannten Dimensionen heimgesucht. Vom Hochwasser betroffen war leider auch das euvea Freizeit- und Tagungshotel. In der Stadt Neuerburg trat die Enz an jenem Tag über die Ufer und nutzte die Hauptstraße als weiteres Flussbett. Zur Hauptstraße hin, stand das Wasser an der Außenmauer des Hotels ca. 60 cm. Einen direkten Wassereinbruch ins Hotel gab es am Haupteingang und am Nebeneingang.  Hier hatte sich das Wasser durch die Türdichtungen gedrückt und war so ins Erdgeschoss des Hotels eingedrungen. Das gesamte Erdgeschoss wurde mit dem kontaminierten und verschmutzten Wasser bedeckt. Auf dieser Weise entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden im siebenstelligen Bereich.

Das gesamte Erdgeschoss muss nun über eine Fläche vom 1200m² kernsaniert werden. Das bedeutet, Böden müssen raus, das Mauerwerk wird in einer angemessenen Höhe (30-40 cm) abgefräst, alles muss trocknen, wird desinfiziert und wiederaufgebaut. Neben dem Erdgeschoss zerstörte das Wasser auch den Keller, der bis unter die Decke geflutet wurde, inklusive Werkstatt und der Heizöltankanlage. Der Keller muss nun komplett neu aufgebaut werden. Weitere Schäden gab es in den angemieteten Kellerräumen im Gesundheitszentrum von Neuerburg. Dort wurden das Hotel-Archiv und ein Lager in Mitleidenschaft gezogen. Drucksachen, Archivierungen von den letzten Jahren und Dekorationsmaterialien wurden durch das Wasser zerstört. Im Gebäudeteil der alten Schule gab es am Unglückstag keinen Wassereinbruch. Hier drückte sich jedoch das Wasser durch die Außenwand in den Unterbau und unterspülte so teilweise die Räume.

Als Erstmaßnahme bauten innerhalb von vier Tagen zahlreiche Helfer die Infrastruktur wieder auf und reinigten das Erdgeschoss, sodass wieder Gäste empfangen werden konnten. Trotz aller Maßnahmen kommen nun jedoch immer mehr Schäden in den Böden und in den Wänden zum Vorschein. Daher ist nun eine Sanierung des Hotels unabdingbar.

„Nach der Widereröffnung nach dem Hochwasser und auch nach den Ausfällen durch die Corona-Pandemie, ist dies natürlich ein herber Rückschlag“, so Geschäftsführer Ferdinand Niesen. „Wir müssen nun aber nach vorne schauen und hoffen auf eine zügige Renovierung, damit wir zum angestrebten Termin im März wieder neu starten können.“

Trotz der Sanierung ist die Rezeption des Hotels weiterhin von Montag bis Freitag, zwischen 9 Uhr und 13 Uhr, unter der Telefonnummer 06564/96090, oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, erreichbar.